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Archive for the ‘Trinidad & Tobago’ Category

Reggae im Untergrund

by clawfish on Oktober 2, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Justin, ein Kollegen von Janni, hatte uns von einem Konzert seiner Band „BuzzRock“ berichtet zusammen mit Lina, einer deutschen Praktikantin, die wir übers studiVZ kennen gelernt haben, fahren wir hin.
Das Konzert findet in Innenhof von „D Carrot Shed“, einem kleinen Imbiss, statt. Zuerst fragen wir uns, ob hier tatsächlich irgendetwas stattfindet. Von außen scheint es, als ob der Veranstaltungsort eher zur angrenzenden Baustelle gehört. Aber im Innenhof läuft tatsächlich Musik. Und der Ort ist genial. Ein wenig spärlich beleuchtet, fällt zunächst die Mischung von unterschiedlichsten Sitzgelegenheiten ins Auge. Die Bar ist in einer Wellblechhütte untergebracht, die vor allem von der Küche beherrscht wird. Die Theke ist gerade mal zwei Meter breit – aber mit Sandwisches, leckerer Kornsuppe und kalten Getränken – gibt es hier das Wichtigste zu vernünftigen Preisen. Auch der Eintrittspreis ist super, denn er existiert nicht, vielmehr wird um eine Spende gebeten.
Während die ersten drei Solokünstler noch vor recht wenig Publikum spielen, zieht der vierte Interpret eine Menge Leute an. Das Publikum besteht überwiegend aus Rastafaris jeden Alters. Unter anderem treffe ich Shane, den Kabelträger vom UNICEF/MTV Shooting, wieder. Aber es sind auch andere Trinis anwesend. Und wir sind nicht die einzigen Weißen. Die Veranstaltung scheint so etwas wie ein Geheimtipp für alternative Musik zu sein, jedenfalls ist das Publikum doch gemischt. Oder die trinbegonische Kifferszene trifft sich hier zum Feiern. Denn nach 20 Minuten kann man die Luft fast schneiden und die meisten Anwesenden lächeln immer entspannter und wiegen sich im Takt der Musik.
Und die Musik ist wirklich gut. Vor allem der vierte Interpret hat eine super Stimme und bewegt das Publikum. Als dann Justin mit seiner Band als Headliner auf die Bühne kommt, bin ich eher etwas enttäuscht. Die Musik ist zwar gut, aber eher um sie entspannt im Hintergrund plätschern zu lassen und nicht für wilde Partys. Da sehen einige der anwesenden Mädels allerdings ganz anders. Wahrscheinlich unter gütiger Mithilfe einiger Kräuter, steigern sie sich in ekstatische Zustände. Auf Dauer ist ihr Geschrei doch sehr nervig. Da trifft es sich gut, dass wir alle etwas müde sind und nach Hause wollen, ;-) .
Alles in allem war der Abend aber sehr entspannt. Und ich habe einen guten Einblick in die trinbegonische Reggea Szene bekommen. Diese wird bestimmt Thema einer der nächsten Ausgaben von E-Zone the Mag werden.

1Live II

by clawfish on Oktober 2, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Nachdem das live Interview letzte Woche etwas unter der schlechten Telefonverbindung gelitten hatte, beschließen wir es diese Woche vorab über die Festnetzleitung im Büro aufzuzeichnen. Ist schon ein tolles Gefühl, von den Kollegen ans Telefon gerufen zu werden, weil die O-Ton „Radiostation aus Deutschland“ in der Leitung ist.
Heute berichte ich Thorsten über die Ereignisse der letzten Woche, über die Pläne fürs Wochenende und die Resonanz von Angie Merkel in der trinbegonischen Presse.
Mehr gibt es dann in der nächsten Woche.

Briefwahl II

by clawfish on September 29, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Zwei Tage nachdem das deutsche Volk die SPD in eine historische Krise gestürzt und die Wahlergebnisse eine fünf Parteienlandschaft gefestigt haben, erinnert sich die Heimat wieder an die Auslandsdeutschen. Oder weniger staatstragend ausgedrückt: Heute sind meine Briefwahlunterlagen eingetroffen!!!
Wie zuvor erwähnt hatte ich aufgrund der langen Postwege eh nicht damit gerechnet, an der Wahl teilnehmen zu können, aber ich habe es versucht, ;-) .
Was aber doch sehr verwundert ist, dass der Brief laut Stempel des zuständigen Postamtes bereits am 10.9. in T&T eingetroffen ist. Damit war er von Deutschland aus gerade mal 10 Tage unterwegs. Warum es dann noch 19 Tage gedauert hat, den Brief ins drei Straßen entfernte Büro zu liefern, wird sich wahrscheinlich nie klären lassen. Vielleicht gibt es geheime Mindestlaufzeiten für Post, die nicht unterschritten werden dürfen?

Taxifahren

by clawfish on September 23, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Heute habe ich einige interessante Gespräche und Begebenheiten in öffentlichen Verkehrsmitten erlebt. Hier mal das Beste in Kürze.

Weihnachten auf Sweet 100.1 fm:
Der Fahrer des Maxis hörte einen Sender, der die Leute schon mal auf das nahe Weihnachtsfest einstimmte. Das Gerücht, die Leute hier seien in manchen Dingen etwas langsamer dürfte damit widerlegt sein. Zwar gibt es in den Supermärkten noch keine Lebkuchen und Spekulatius – aber wahrscheinlich auch nur, weil es die nie gibt, ;-) – aber so direkte Aufforderungen zum Geschenkekauf im September habe ich noch nie gehört. Daher die Warnung an alle. Weihnachten ist dieses Jahr auch wieder im Dezember und zwar irgendwann nach dem 23. Wer noch keine Geschenke hat, schnell zuschlagen. Sonst wird der Andrang groß.

Bestimmung:
Auf der Heimfahrt saß dann neben mir im Taxi eine Frau, die überzeugt war, dass sie eine Bestimmung hat. Sie wusste zwar noch nicht was und wie, aber irgendetwas muss da sein. Denn nicht nur, dass sie bisher jeden Überfall und einen Kidnapping-Versuch ohne körperlichen Schaden überstanden hat (auch beim Überfall wurden ihr übrigens nur 10 Packungen M&Ms entwendet), nein sie kam bei der Geburt auch mit den Füße voran zur Welt und ihre Nabelschnurr musste schon im Bauch durchtrennt werden. Wenn das mal nicht auf irgendeine Bestimmung hinweißt, weiß ich es auch nicht. Die philosophischen Überlegungen des Taxifahrers brachten dann meine Gedanken auch sehr treffend zum Ausdruck. Er versicherte der Frau mit vollster Überzeugung, dass Menschen dafür bestimmt sind, entweder Gutes oder Böses zu tun. Wie herrlich und treffend.

Gesundheitstipps:
Damit war die Fahrt aber noch nicht beendet. Denn nach dem die Frau ausgestiegen war, nahm eine alte Dame ihren Platz ein. Diese gab dem Taxifahrer einige Gesundheitstipps, welche dieser begierig aufsaugte. Gegen müde Augen hilft  entweder eine Gurken oder Kartoffelmaske. Also schön jeden Abend zwei Scheiben Kartoffeln oder Gurken auf die Augen legen und leicht festbinden, am nächsten Morgen dürfen die Scheiben auch wieder entfernt werden. Nur zur Klarstellung ich bezweifel nicht den Effekt der Maßnahmen, aber der Gesichtsausdruck des Taxifahrers war super. Überzeugend war dann wohl schon der Entschlackungsdrink, den ihm die Medizinfrau erklärte: 2 Esslöffel Zitronensaft von rauen Zitronen, 1 Teelöffel Traubenzucker, eine Viertel Tasse warmes Wasser und fertig ist der Wundertrank. Drei Tage anwenden, pausieren und wieder beginnen. Dann allerdings etwas Olivenöl hinzugeben. Und bald ist man nicht nur gereinigt, sondern spürt wie man von innen strafft. Freiwillige vor, hehe.

Willkommen Miro

by clawfish on September 20, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Manche werden es bereits kennen, für alle anderen eine kurze Erklärung. Miro ist nicht irgendein cooler Typ. Miro ist ein sehr nützliches Programm, welches das Internet nach Video- und Podcasts durchforstet.
Ab jetzt werde ich keine Ausgabe der Tagesschau mehr verpassen. Miro lädt sie einfach für mich runter. Damit rückt die Heimat noch näher. Schöne moderne Welt. Vor allem die Wettervorhersagen sind eine herrliche Quelle der Belustigung, ;-) .

Die Fahrt im Hiphop-Taxi

by clawfish on September 18, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Eigentlich ist es ja nichts besonderes, dass sie Fahrer der Taxis ihre Lieblingsmusik in voller Lautstärke hören. Aber heute bin ich in einer rollenden HipHop-Disko gelandet. Aus den Lautsprechern dröhnte Sprechgesang im Stil von „der Prinz von Bel-Air“. Soweit auch noch nicht wirklich erwähnenswert. Als dann aber ein Anzugträger auf den Beifahrersitz kletterte wurde die Show riesig. Denn der Anzugträger war HipHop-Fan. Er trommelte die Beats auf seinen Knien mit und bald rappten Fahrer und Anzugträger synchron zu den Klängen aus den Lautsprechern. Irgendwie war es fast schade, dass wir unser Fahrtziel so schnell erreichten.

Im Auge des Regensturms

by clawfish on September 16, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Heute schlägt die Regenzeit mit voller Wucht zu.  Bereits morgens trübt sich der Himmel so ein, dass ich weder die nahen Berge noch das Meer von den Bürofenstern aus sehen kann. Zwischen durch entspannt sich die Lage kurz und man kann die Berge wieder erahnen. Dann bricht das Unwetter los. Der Himmel verdunkelt sich, der Wind droht das Dach abzudecken und der Regen veranstaltet ein Trommelkonzert auf dem Wellblechdach. Im Büro kann man die Musik aus dem Laptop nicht mehr verstehen.
So geht es etwa eine Viertelstunde, dann legt sich der Wind. Aber der Regen bleibt. Und zwar so nachhaltig, dass sich der Katastrophenschutz gezwungen sieht eine kurze Mitteilung zu veröffentlichen. Es wird auch die nächsten Stunden noch heftig weiterregnen. Allerdings ist es nur Regen und es ist kein Tropensturm in Sicht, geschweige direkt über dem Land. Zur Panik besteht also kein Anlass.

Der Blick aus dem einen Fenster…

…und aus dem anderen.

Trott

by clawfish on September 15, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Hm, heute bekomme ich echt den Lagerkoller. Irgendwie war der heutige Tag genau wie der gestrige. Viel Arbeit am Magazin und jetzt geht es nach Hause zum Essen, im Netz surfen und Schlafen. Manchmal ist es schwierig, dass man nicht mal eben mit Leuten etwas trinken gehen oder einfach mal laut Mucke machen kann. Ja Leute, heute vermisse ich Euch wirklich, ;-) .
Ich muss dringend einen Karate-Verein finden und mir schon mal Aktivitäten für die Zeit suchen, wenn Janni wieder weg ist.

Die Reise zum Mangotree

by clawfish on September 12, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Es ist doch immer wieder toll neue Dinge zu entdecken. Zum Beispiel, dass die Wohnanlage einem paradiesischen Garten Eden gleicht.
Janni hatte schon kurz nach ihrer Ankunft verschiedene Obstbäume entdeckt. Heute kann sie mich zu einer Tour überreden und so steht eine Reise zum Mangotree auf dem Programm. Und tatsächlich: Wenn man genauer hinschaut, dann entdeckt man, dass wir unter anderem Limetten, Sternfrüchte, Bananen und Mangos im Garten haben.

Ich bin zwar kein Freund von Mangos und die Bananen sind noch nicht reif, aber ein Sternfruchtsaft-Rum-Mix ist ganz lecker und in Deutschland kaum bezahlbar. Auch die Limetten sind nützliche Begleiter z.B. für Rum-Pirinha oder ganz praktisch als Vitamin C-Bomben gegen Klimaanlagen-Erkältungen.
Ich kann das Glück kaum fassen, so müssen sich Adam und Eva damals gefühlt haben. Mit Taschen voller Früchten treten wir den Rückweg an. Dabei stellt sich heraus, dass meine Hose ohne Gürtel doch tatsächlich rutscht. Wie wird das erst nach dem Konsum der gesunden Früchtchen enden?

Frisch aus dem Garten Eden: Sternfrucht-Rum-Cocktail

Eine Taxifahrt, die ist lustig…

by clawfish on September 11, 2009 in Allgemein, Trinidad & Tobago with Keine Kommentare

Das Radioprogramm am morgen ist fast immer ein aufregender Start in den Tag. Oder zumindest ein unumgänglicher. Denn in jedem Maxi und in jedem Taxi dröhnt der Lieblingssender des Fahrers mit voller Lautstärke. Ich bin immer froh, wenn es kein religiöser Sender ist, denn dort überschlagen sich die Leute meist mit Lobpreisungen auf den Herrn. Letzte Woche musste ich mir ein Lied anhören, in dem der Interpret seinem Herrn versicherte,  nur ihm zu dienen. So weit so gut. Aber ob es besagtem Herrn wirklich gefällt, wenn diese Versicherung über drei Minuten nur aus ein und demselben Satz besteht? Also ich würde da wahnsinnig werden.

Zum Glück erwische ich zurzeit eher Transportmittel, deren Fahrer auf Talkradios stehen. Vor allem eine Station ist super. An manchen Tagen werden die Anrufer aufgefordert zu erzählen, wann, wie und wen sie das erste Mal geküsst haben oder sie sollen Witze erzählen. Heute war Witztag und es war wirklich lustig. Ein Anrufer gab folgenden Witz zum Besten:
Drei Trinibegonierinnen fliegen von Trinidad mit dem Flugzeug los. Eine ist indischer, eine chinesischer und eine afrikanischer Abstammung. Kurz nach dem Abflug droht das Flugzeug abzustürzen. Die indische Trinbegonierin steht auf, verschwindet auf der Toilette und kommt in ihren besten Kleidern zurück. Die anderen fragen: „Warum hast du dich so schick rausgeputzt?“ „Wenn wir abstürzen will ich meinen Göttern schön gegen überstehen,“ antwortet sie. „Hm, stimmt es ist besser schön zu sterben,“ sagt die chinesische Trinbegonierin. Gesagt, getan. Sie verschwindet und kommt fein frisiert und gut gekleidet zurück. Darauf verschindet auch die afrikanische Trinbeonierin. Sie kommt nach einer Weile nackt zurück. „Was machst du denn,“ fragen die beiden anderen? „Naja, im Falle eines Flugzeugabsturzes suchen sie immer zuerst nach der Black Box“.

Und das ganze Taxi hat gegrölt. Super, wenn man über sich selbst lachen kann. Achja, es saßen sowohl indische als auch afrikanische Trinbegonier im Auto.

Die anderen Witze hebe ich mir für ein anderes Mal auf. Aber ich möchte mit den Worten der Moderatoren schließen: Immer schön die Füße auf dem Boden lassen, dann wird man auch nicht schwanger.

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